Was ist Inklusion?

Das Wort kommt aus dem latainischen. Die Übersetzungen sind unterschiedlich. Am häufigsten wird es mit "einschließen" übersetzt, seltener, aber nach meiner Auffassung genauer, heißt es "enthalten sein". Die folgende Grafik kommt aus dem Wiki-Artikel soziale Inklusion, der auf die verschiedenen Zugehörigkeitsformen kurz und bündig eingeht.

Vorab jedoch eine kurze Begriffsbestimmung von der Vorsitzenden von Leben mit Autismus e.V. Frau Braun, die ich auf einer Infoveranstaltung traf:

Inklusion sei dem bisherigen Integrationsparadigmas das genaue Gegenteil. Nicht mehr der Schüler sei in einer geforderten Pflicht sich in die Klasse zu integrieren, vielmehr seien die Schulen und die Lehrer in der Pflicht zur Verfügung zu stellen, was der Schüler zur Teilhabe benötige. Dies sei jedoch ein papiergeschriebenes Recht, das in der Praxis mit den Strukturen der Schulen und auch mit Widerständen von Lehrern zurecht kommen muß. Voraussichtlich werde erst ein Generationswechsel der Lehrerschaft dazu führen, dass Inklusion sich allgemein an allen Schulen durchsetzen wird.  Frau Braun spricht sich für eine Zunahme schulbegleitender Unterstützungen aus und wünscht sich von den Begleitern für Kinder mit einer Autismus-Spektrumstörung kreative Konzepte und Arbeitsansätze, die den individuellen Bedarfen der sehr unterschiedlichen Autismus-Betroffenen angepasst werden können. Sie würde sich für ihren eigenen 13jährigen autistischen Sohn tiergestütze Pädagogik, das Spiel mit einem Hund in den Pausen, sehr wünschen. Dabei sei es unerheblich, ob andere mitspielenden Kinder aus der gleichen Klasse kommen. Die Pause als erholende Spielaktivität für alle Kinder zu gestalten sei ein wichtiges Ziel des Teilhabeanspruchs und der Gleichstellung von behinderten Kindern.

 

Stufen Schulischer Integration.svg
Von WhiteHotaru - Eigenes Werk, CC0, Link

 

Was kann die Inklusionsdebatte von der Exklusionsdebatte lernen

Vortrag von Dr. Martin Kronauer