Schutz

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wie ihre emotionale Belastung ansteigt, schaffen sie es nur bedingt, ihr Verhalten 
selbst zu regulieren.

Daher ist es hilfreich, Auslösefaktoren für Krisensituationen zu (er-)kennen und zu 
vermeiden,   die   zu   einer   weiteren   Eskalation   führen   können.   Schulische 
Lösungsmöglichkeiten   bestehen   in   der   Schaffung   von   Rückzugsmöglichkeiten. 
Diese müssen häufig von außen angeboten oder sogar gesetzt und ihre Nutzung 
eingeübt werden. 

In einer bereits angespannten Situation ist es entscheidend, selber ruhig zu bleiben 
und jegliche Form von Konfrontation (z. B. Anheben der Stimme, Sarkasmus, 
Berührungen)   zu   vermeiden.   Es   können   lediglich   deeskalierend   wirkende 
Maßnahmen zur Beruhigung versucht werden. Eine unmittelbare Verbalisierung ist 
nicht sinnvoll. Erst wenn der Schüler wieder ansprechbar ist, kann an einer Lösung 
gearbeitet werden.

Ein Schutz der Mitschüler - aber auch des Schülers - ist ggf. notwendig. Hilfreiche 
Reaktionen der Lehrkraft können sein:

-

mit einer ruhigen und festen Stimme sprechen,

-

klar formulieren, 

-

für eine reizarme, ruhige Situation sorgen,

-

von   der   aktuellen   Situation   ablenken,   z.   B.   durch   Zurückgreifen   auf 
Spezialinteressen,

-

konstruktive   Möglichkeiten   evtl.   körperliche   Aktivität   anbieten,   um   die 
emotionale Energie herauszulassen.

Nach einer Beruhigungsphase ist es möglich, die Situation zu reflektieren, z. B. mit 
Hilfe von Gefühls-Skalen, um so alternative Handlungsstrategien zu vermitteln.

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