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Fachinformationen zur Sozialarbeit

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Kommunikation und Interaktion

Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung sind in der Regel in ihrer Kommunikation 
und Interaktion stark beeinträchtigt. Einige sind in der Lage, zu ihren Spezial-
themen hervorragende Referate zu halten. Manche vermeiden jeden Kontakt zu 
ihren Mitmenschen, andere sprechen gerne und viel mit anderen, achten dabei 
aber kaum auf die Bedürfnisse des Gegenübers.
Das Verständnis von Sprache erfolgt häufig ausschließlich wortwörtlich. Auf die 
Frage „Kannst du mir sagen, wie spät es ist?“ ist „Ja“ eine korrekte, aber nicht 
gerade   erwartete   Antwort.   Schülern   mit   Autismus-Spektrum-Störung   fehlt   das 
Verständnis für die nonverbalen Signale beim Sprechen, nur wenige erkennen 
unterstützende Gestik und Mimik. Das führt dazu, dass Ironie, Sarkasmus oder 
Witz nicht verstanden werden. Auch Redewendungen oder Sprichwörter können 
nicht als bekannt vorausgesetzt werden. Dies kann zu Missverständnissen und 
Irritationen im alltäglichen Zusammensein führen. 
Die   Sprachmelodie   von   Schülern   mit   Autismus-Spektrum-Störung   kann   sehr 
monoton sein, die Lautstärke ist oft zu leise oder zu laut und der Situation nicht 
angemessen.   Gehäufte   verbale   Instruktionen   führen   zu   Verwirrung   und   Über-
forderung. 
Unter   dem   kommunikativen   Aspekt  von   Sprache   fehlt   Schülern   mit   Autismus-
Spektrum-Störung die Fähigkeit, überhaupt ein Gespräch mit anderen zu beginnen 
(smal  talk), sich angemessen in ein Gespräch einzubringen und es zu einem 
richtigen Zeitpunkt zu beenden.
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