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Fachinformationen zur Sozialarbeit

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1.5 Handlungsplanung

Bei   Menschen   mit   Autismus-Spektrum-Störungen   kann   die   Handlungsplanung 
beeinträchtigt sein. Dies hat Auswirkungen auf das Erlernen von Handlungen und 
bringt   Schwierigkeiten   in   der   Organisation   des   Alltags,   besonders   in   der 
Verrichtung von komplexeren Handlungen und Handlungsfolgen, mit sich. Viele 
Abläufe sind nicht oder nur unzureichend automatisiert.
Eine   beeinträchtigte   Handlungsplanung   hat   zur   Folge,   dass   manche   Voraus-
setzungen zum Lernen nicht gegeben sind. Die Aufteilung einer Aufgabe in eine 
Abfolge von Handlungsschritten überfordert, das flexible Umgehen mit Vorgaben 
(Anpassung an neue Bedingungen) ist erschwert. 
Schüler mit einer Autismus-Spektrum-Störung benötigen viel Kraft und Energie, um 
die   alltäglichen   und   kleinen   Dinge   des   Lebens   zu   organisieren.   Das   gilt   im 
Unterricht beispielsweise für die Vorbereitung auf eine Unterrichtsstunde: ein Buch 
herausnehmen,   es   aufschlagen,   Stifte   aussuchen   und   bereit   legen   oder   die 
Entscheidung, ob zuerst die Socke oder erst ein Schuh angezogen wird.
Schwierigkeiten in der Handlungsplanung werden ebenfalls bei der Bewältigung 
von Klassenarbeiten deutlich. Schüler mit einer Autismus-Spektrum-Störung haben 
Schwierigkeiten,   sich   die   Zeit   für   bestimmte   Teilaufgaben   entsprechend 
einzuplanen. Häufig halten sie sich an einzelnen Teilaufgaben sehr lange auf, ohne 
die Zeit für die ganze Arbeit im Blick zu haben. Hier ist Unterstützung im Rahmen 
eines Zeitmanagements sinnvoll.
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