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Fachinformationen zur Sozialarbeit

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1.3 Soziale Regeln

Im Zusammenleben gibt es viele unausgesprochene Regeln, kulturelle Werte und 
Normen, die schon kleine Kinder in ihrer Entwicklung mehr oder weniger intuitiv 
aufnehmen. Es bedarf hierfür keinerlei Erklärung oder Anleitung.
Beispiele sind:
- Mitleid haben, wenn jemand sich in den Finger schneidet, 
- wissen, wie und wann ich mich in ein Gespräch einbringen kann,
- einschätzen   können,   ob   der   Schlag   auf   die   Schulter   eine   aggressive 
Tätlichkeit ist oder zum Spiel dazu gehört,
- Verhalten gegenüber Gleichaltrigen bzw. Erwachsenen anpassen können,
- die Lautstärke der Situation anpassen können,
- wissen, an welchen Körperteilen ich meine Mitmenschen berühren darf und 
an welchen nicht.
Schüler   mit   Autismus-Spektrum-Störung   sind   oft   nicht   in   der   Lage,   die 
ungeschriebenen   Gesetze   des   sozialen   Miteinanders   zu   verstehen   und   sich 
dementsprechend   zu   verhalten.   Sie   können   auf   keinen   Erfahrungsschatz 
zurückgreifen. Dies kann im Alltag zu Missverständnissen und Konflikten führen. 
Dinge oder Verhaltensweisen, die für viele selbstverständlich sind, müssen für den 
Schüler mit Autismus-Spektrum-Störung noch lange keine Selbstverständlichkeit 
sein, wenn es keine entsprechende bekannte Regel dafür gibt. Sie müssen diese 
unausgesprochenen   Regeln   wie   eine   Fremdsprache   lernen   und   benötigen 
Erklärungen und Hilfen von ihnen vertrauten Personen. 
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