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Fachinformationen zur Sozialarbeit

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1.1 Autistische Verhaltensweisen

Autismus   zählt   nach   der   International   Classification   of   Diseases   (ICD-10)   der 
Weltgesundheitsorganisation WHO zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen. 
Unter der Begrifflichkeit der Autismus-Spektrum-Störung werden vielfältige und 
sehr unterschiedliche Verhaltensweisen subsummiert. Der Begrif  „Spektrum“ soll  
dabei die Vielfalt und Variabilität der Symptomatik widerspiegeln.
Die   nachfolgenden   Beschreibungen   sollen   Orientierungen   ermöglichen.   Die 
Ausprägungen   einer   Störung   können   sehr   unterschiedlich   sein.   Es   ist   nicht 
beabsichtigt, einen „Negativkatalog“ aufzustellen.
Besonders die Wahrnehmungsverarbeitung, die Kommunikation und die sozialen 
Beziehungen   sind   beeinträchtigt   und   das   Repertoire   eigener   Aktivitäten   und 
Interessen ist eingeschränkt. Hinzu können Verhaltensweisen kommen, die für die 
Familien und die Lehrkräfte im täglichen Umgang eine große Herausforde-rung 
darstel en   (zwanghaftes   Verhalten,   Aggressivität,   selbstverletzendes   Verhalten, 
fehlende Angst vor gefährlichen Situationen usw.). Besonders belastet werden die 
Familien   zudem   durch   Schlafstörungen   ihrer   Kinder,   sehr   eingeschränkte 
Nahrungsauswahl und sozial nicht angemessenes Verhalten. 
Die autistische Symptomatik variiert im Verlauf der Entwicklung und ist je nach 
Entwicklungsstand des Individuums und dessen kognitiven Niveau unterschiedlich 
ausgeprägt.   Insbesondere   der   gelingende   Einsatz   individueller 
Kompensationsmöglichkeiten und Lösungsstrategien ist hochgradig abhängig von 
verschiedenen Kontextvariablen, so z.B. von:
• den familiären und sozio-ökonomischen Bedingungen,
• den schulischen Bedingungen,
• der Zusammenarbeit aller Beteiligten,
• der individuellen Entwicklungsphase und aktuellen Belastungsfaktoren.  
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